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Magazine
Northern Lite
Info
| Name | Northern Lite |
| Land | Deutschland |
| Homepage | http://www.northernlite.de/ |
Über Northern Lite
NORTHERN LITE
For some people the world changed in 1997. They just didn’ t know it yet. Northern Lite are one of the most popular live acts in electronic music today, but that didn’ t happen over night and is only due to years of persistence and experimentation. After Sebastian Bohn and Andreas Kubat bumped into each other in ‘97, endless hours in the studio followed where ideas on content and musical taste were exchanged and the characteristic Northern Lite Sound began to take shape.
After the discovery of Andreas’ voice it quickly became an integral part of the arrangements and the proto-Northern Lite line up was complete. This period of the bands development climaxed with the debut CD “Small Chamber Works” published in March 2000 by 1st. Decade Records, followed by a vinyl (single) from Sauer Records (“Looking At...
NORTHERN LITE
For some people the world changed in 1997. They just didn’ t know it yet. Northern Lite are one of the most popular live acts in electronic music today, but that didn’ t happen over night and is only due to years of persistence and experimentation. After Sebastian Bohn and Andreas Kubat bumped into each other in ‘97, endless hours in the studio followed where ideas on content and musical taste were exchanged and the characteristic Northern Lite Sound began to take shape.
After the discovery of Andreas’ voice it quickly became an integral part of the arrangements and the proto-Northern Lite line up was complete. This period of the bands development climaxed with the debut CD “Small Chamber Works” published in March 2000 by 1st. Decade Records, followed by a vinyl (single) from Sauer Records (“Looking At You”). In the time of newly found creative freedom that followed tracks emerged that many would identify as the Northern Lite sound we know today: “Trusting Blind”, “I cannot fall”, “Away from you”, “Treat Me Better”. The creative period with Larry Lowe, a guitarrist from Columbia/ South Carolina saw Northern Lite producing titles such as “Reach the Sun”, “My Pain” and “Take them away” showing the latest twist in the band’ s development. It rocks! And big time! Especially with their Live-Set do Northern Lite prove this again and again, now having Sascha Littek on board as guitarrist - a first class Lowe-replacement. But they also convince through their clear, eargrabbing harmonies and charismatic live vocals. Northern Lite produce tension, reach out to their listeners and transport emotions through the distinctive Northern Lite sound.
Numerous titles e.g. on City Rockers London ("Treat Me Better"/Rockers09 + Videoclip) or Lasergun ("My Pain" + Hacker Remix) have been released in the meantime. At 1st. Decade Records a few things caught people’ s attention too: "Sigue Sigue Sputnik vs. Northern Lite" /"Everybody Loves You" (Original taken from "Piratespace"/New SSS-Album) +Bonus Remix by Tok Tok vs. Soffy O. released in February 2002. Northern Lite are also established remixers by now. Amongst their remixes are for Horrorist/"The Virus", Peaches/"Set It Off", additionally for Sono, Echomen (Hooj/U.K.), Yello, Codec & Flexor.
Their Live credentials can now speak for themselves.: Gigs at festivals like the Loveparade/Lovenation, Nature One, Liberty One, SonneMondSterne and the Wire-Festival in Tokyo as well as the Mayday Polska go hand in hand with selective club performances in Berlin, London, Paris, Amsterdam, Barcelona, Lissabon and many other cities. In 2004 they gave their debut at the Mayday in Dortmund. At the moment Northern Lite are on tour to promote their new album “Temper”.
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Eigentlich will man ja nur noch ausschlafen, wenn ein Jahr schon so beginnt. Schon Anfang 2007 dieser Fernsehwahnsinn mit heulender Meute und allem, was die erste Reihe der Musik im Land so zu bieten hat. Auftritt runter gerissen und morgens aus der Aftershow in Berlin gestürzt mit jeder Menge Verheißungen der Musikbranche im Gepäck und einem ungesunden Geschmack im Mund. Normalerweise trennt sich eine Band dann sofort. Wenigstens einer muss in die Entzugsklinik und der Rest arbeitet an der Solokarriere.
Dass Northern Lite noch da sind, muss man ihnen also hoch anrechnen. Und noch etwas: Sie haben ein neues Album gemacht. Super Black. Irgendwann in diesem verregneten Sommer, zwischen den voll gelaufenen Schützenlöchern im Schlamm der vielen Festivals hat die Band um Andreas Kubat etwas gefunden, dass ihr wohl ohne die Müdigkeit und die Sehnsucht nach einem Ende der Erschöpfung nicht begegnet wäre. Die Songs auf Super Black, das im März 2008 bei Universal erscheinen wird, handeln alle davon. Von Bewegung und von vorbeiziehenden Dingen, Gegenden und Gelegenheiten. Die nächtlichen Autobahnen, die verwischten Lichter und die namenlosen Hotels – irgendwann ist alles super black. Dann gibt es keine Lichter mehr. Schwarzes Loch. An diesem Ende der Nacht haben sich Northern Lite für uns umgesehen und sind mit Musik zurückgekehrt, die wieder ein Stück weiter ist.
Eindeutiger, noch entschiedener und zwingender als Unisex, ihre letzte Veröffentlichung. Der Sound ihres ganzen Jahres steckt in Songs wie Nowhere. Oder in Different, einem Stück, in dem es natürlich gleich zu Anfang dunkelt und die ruhige, wavige Dynamik der Musik perfekt zum endlosen Mittelstreifen passt. Zweifel, immer wieder Zweifel und Suche nach Erlösung.
Super Black ist in My other self ebenso, wie in Enough, wo sich viel Einsamkeit unter den kräftigen Riffs der Gitarren und der Synthesizer verbirgt. Gerade die pathetischen Momente, die Northern Lite wie eh und je so traumhaft sicher und ohne jede Peinlichkeit mit uns gemeinsam auskosten, schlagen auf Super Black unvermittelt in Selbstgespräche über den Sinn und Unsinn des Weitermachens um. Nicht umsonst haben sie ein Cover von Chris Isaak aufgenommen: Es scheint fast so, als hätte Kubat mit seiner Version von Please die Weite und Verlorenheit der Straßen Amerikas zu uns geholt. Kubats Flehen nach Antworten und Orientierung haben in Kombination mit Boons Sounds und dem reduzierten Spiel der Band eine Dringlichkeit, wie nur erstklassiger Rock sie haben kann. Und eben diese Interpretation macht aus einem einfachen Cover eine Anverwandlung, eine Reminiszenz und leise Zwiesprache.
Aber natürlich stecken in Super Black auch die großen, euphorischen Stunden. Der krachende Applaus und die Fans in den Foren, die endlosen Zugaben auf den Mainstages, die sich für Northern Lite jetzt überall geöffnet haben. Und das ausgepumpte Adrenalin danach. Und diese Emotionen sind es auch, die Super Black vom Deprizeugs der Weltschmerzgepeinigten trennt. Hier wird Dunkelheit energetisch aufgeladen und mit einem Sinn versehen, der kein Ende findet, sondern immer weiter will. Kräftig und rastlos.
Irgendwann im Spätsommer war klar, dass das Material, das wie von selbst zu ihnen gefunden hatte, raus musste. Dann ging es relativ schnell: Martin Buttrich, bekannt durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Größen des Elektrogeschäfts wie etwa Timo Maas, war nach dem ersten Hören sofort bereit, einige Stücke zu produzieren. Für die finalen Arrangements der Gitarren in Girl With A Gun, My other self oder in Enough, haben sie mit Olsen Involtini einen Meister seines Faches verpflichtet, der mit seiner Arbeit dabei half, den Songs von Super Black den Charakter eines einheitlichen musikalischen Bilderzyklus zu verleihen.
Und um der Schwärze Konturen zu geben, haben sie sich bei der Covergestaltung und für das gesamte Artwork von Super Black für eine Zusammenarbeit mit dem in Berlin arbeitenden Künstler Erik Niedling entschieden, der mit seinen aktuellen Fotoarbeiten ein Sujet gewählt hat, das alles andere als Pop ist, Super Black aber trotzdem unglaublich sicher trifft. Niedlings Bilder aus der Serie Formation – großformatige Fotografien von Blüten und Pflanzen aus einem Archivkonvolut der dreißiger Jahre – leuchten selbst und bringen mit ihrer dunklen Melancholie auch die zentralen Themen von Northern Lite zum Leuchten: Kraft, Einsamkeit und die ruhige Dynamik endloser Wiederkehr.